Wettkampfbericht

Ironman 70.3 Zell am See-Kaprun am 01.09.2019

Seit seiner Kindheit betreibt Sot Lou (AK 40) Ausdauersport. Er ist bereits bei unzähligen Volksläufen und Marathons gestartet und sucht immer wieder neue Herausforderungen. Also meldet er sich im Herbst 2018 zum Ironman 70.3 in Zell am See-Kaprun an, der am 1.9.19 stattfindet. Die Distanz 70.3, auch Mittedistanz genannt, beinhaltet 1.900 m Schwimmen, 90 km Radfahren und abschließend einen Halbmarathonlauf. Ohne jegliche Vorerfahrung zum Triathlon geht er unbekümmert und mit Spaß an das Training heran. So findet er den Weg zum OTV Endurance Team und trainiert dort seit Anfang des Jahres zuerst in der Schwimmgruppe mit. Das Kraulen soll erlernt werden. Anschließend Teilnahme an seinem ersten Triathlon-Trainingslager mit dem Team Anfang Mai in Geeste bei Lingen. Hauptaugenmerk ist hier das Rennrad fahren. Mitte Mai erster Start beim ELE-Triathlon über die Kurzdistanz in Gladbeck. Im Juni ergattert er noch einen Startplatz bei dem Swim & Run in Köln und startet über die Halbdistanz mit 2 km Schwimmen und 14 km Laufen. Zwischendurch steht neben dem Triathlontraining noch der erfolgreiche Start beim Zermatt Marathon auf dem Plan. Und dann ist der Tag des Ironman da. Sot reiste am Donnerstag vor dem Start in Zell am See an und ist beeindruckt von der schönen Landschaft. Sein Respekt vor der Strecke steigt gleichzeitig aber auch sehr an, als er die hügelige Radstrecke mit 870 Höhenmetern dann leibhaftig sah. Kaprun ist am Zeller See gelegen, umgeben von grünen Wiesen-und auch schneebedeckten Gletschern. Es ist eine der schönsten Tourismusorte im Salzburgerland.

Am Freitag nutzt Sot das Freiwassertraining und ist ganz optimistisch, dass er seine zur Zeit schwächste Diziplin bestehen wird. Am Sonntag um halb zwölf geht es dann los. Bei sonnigem Wetter und 24 Grad Außentemperatur startet er. Sot ist sehr nervös und vernachlässigt das Aufwärmen, welches er sonst vor Wettkämpfen immer durchführt. So findet er anfangs nicht in seinen Schwimm Rhythmus. Erst nach 500 m schwimmt er ruhiger, sein Puls normalisiert sich. Er wechselt nach 59 Minuten auf das Rad. Da er in einer späten Startgruppe gestartet ist, hat er die Straße am Anfang fast für sich alleine und kann sich gut auf das Radfahren konzentrieren. Und nach und nach überholt er die schwächeren Radfahrer. Ab km 22 bis km 30 führte die Strecke nur noch Bergauf, das Tempo verringert sich bei allen Teilnehmern stark. Die letzten zwei km dieser Passage schoben die ersten Triathleten ihre Räder gemäß dem Motto „Wer sein Rad liebt, der schiebt es…..“. Sot fuhr im kleinsten Gang durch, bevor es endlich ein Stück bergab ging. Die abschließende Abfahrt hatte aufgrund vieler Kurven ihre Tücken und einige Athleten unterschätzen dies. Sot fuhr mit dem nötigen Respekt weiter und wechselte nach 3:27 h auf seine Paradediziplin,  das Laufen. Es lief aber nicht wie gewohnt. Die Belastung durch die Höhenmeter und das Tempo beim Radfahren machten sich bemerkbar. Seine Beine waren schwer, sein Laufstil nicht mehr so rund wie gewohnt. Dennoch kämpft Sot, überholt weitere Läufer und pusht sich selbst auch dank der Motivation durch die Zuschauer ins Ziel. Er finisht in sehr guten 6:36h. Im Nachhinein ist er sehr zufrieden mit seiner Leistung und hat bereits sein nächstes Ziel verkündet. Die Teilnahme am Ironman in Frankfurt in 2020. Diesmal aber über die Langdistanz.

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