Wettkampfbericht

57. Innogy Marathon Essen am 13. Oktober 2019

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Am Sonntag, den 13. Oktober 2019 fiel bereits zum 58. Mal der Startschuss für den Innogy Marathon in Essen. Auch 6 Mitglieder des OTV Endurance Teams mischten sich unter die knapp 3.000 Läuferinnen und Läufer, die bei der Traditionsveranstaltung der Leichtathletik-Abteilung des TUSEM Essen beim Marathon und der Seerunde an den Start gingen. Für die Seerunde ging es auf rund 17,4 flachen und asphaltierten km eine Runde um den Baldeneysee. Die Marathonläufer hatten für 42 km zwei Runden am Ufer des Baldeneysees mit einer Zusatzschleife auf der ersten Runde zu absolvieren. Für beide Läufe fiel der Startschuss gemeinsam um 10 Uhr morgens in der Nähe des Regattaturms am Nordufer. Gestartet wurde bei milden Temperaturen und teilweise leichtem Regen, sodass alle ihr anvisiertes Tempo angehen konnten.

Bernadina Moro bei der Siegerehrung

Vier OTV’ler stellten sich der Marathondistanz. Allen voran Andrè Weiß, der die erste Runde zusammen mit Werner Marx an den Zug und Bremsläufern für 3:29 dranblieb. Werner Marx hatte sich für einen Start bei der Seerunde entschieden und durfte nach der ersten Runde ins Ziel laufen, er finishte in 01:23,30 (AK M55 Platz 13). Auch Pascal Pohl startete auf der Seerunde, er finishte in 02:02,07 (AK M30 Platz 93). André Weiß musste eine weitere Runde um den See absolvieren und auch in der 2. Runde konnte er noch gut das Tempo unter 5 min/km halten. Auf der zweiten Runde kam die Sonne zwischen den Wolken hervor und es wurde deutlich wärmer. Bei km 31 musste er mit Kreislaufproblemen kämpfen, er nutze sodann die an den Verpflegungsständen angebotene Cola und konnte das Tempo wiederaufnehmen. Aufgrund von dann einsetzenden Wadenkrämpfen konnte er das Tempo jedoch nicht halten und musste es entsprechend drosseln. Dank des starken Supports des Endurance Teams lief er dennoch in sehr guten 03:36,29 ins Ziel (AK M50 Platz 15).

Christian Fastner freut sich über die OTV-Unterstützung an der Strecke

Ebenfalls flott unterwegs war Bernadina Moro. Nach einer zweijährigen Pause rechnete sie nicht damit, dass es so gut laufen würde. Umso größer war die Freude über eine starke Zielzeit von 3:42,26, die nicht nur mit dem Sieg in der AK W60 belohnt wurde, sondern bei der anschließenden Siegerehrung auch mit einem Pokal.

Christian Fastner nutzte den Start beim Marathon in Essen als Trainingslauf zur Vorbereitung auf einen 50 km-Lauf in drei Wochen beim Bottroper Herbstwaldlauf. Er lief ein konstantes Tempo und finishte in 03:57,25 (AK M50 Platz 36).

Für Miriam Seidel war der Start in Essen die Premiere auf der Marathon-Distanz. Da sie ruhigere Läufe bevorzugt, hatte sie sich für ihr Debüt bewusst für den Innogy Marathon in Essen entschieden. An der Zusatzschleife auf der ersten Runde lichtete sich für die Marathonis die Läuferzahl enorm, an dieser Stelle zog sich die Streckenführung auf einer langen Geraden, die an einer Autobahn entlangführte, für eine gefühlte Ewigkeit. Für Abwechslung sorgte eine Gruppe trommelnder Schüler, die genau dort bei ca. km 13 den Teilnehmern einheizte und diese fleißig anfeuerte. Da die Temperaturen bereits gestiegen waren, hatte sie mit wahnsinnigem Durst zu kämpfen. Sie nutze die alle 5 km kommenden Verpflegungsstände und musste Tempo rausnehmen, um nach jeweils 3 Bechern Flüssigkeit wieder anlaufen zu können. Der große Moment war dann doch schneller vorbei als gedacht: bei km 38 kam plötzlich der Gedanke “Oh, in 4 km ist schon alles vorbei”. Auf der Tribüne an der Regattabahn warteten bereits die OTV Supporter, um Miriam Seidel gebührend in Empfang zu nehmen. Freudestrahlend finishte sie in 05:01,34 (AK W40 Platz 12) und es steht bereits fest, dass dies nicht ihr letzter Marathon gewesen sein wird!

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