Wettkampfbericht

32. Aasee-Triathlon Bocholt am 16.06.2019

Um in Bocholt einen Startplatz zu ergattern, muss man bereits ein halbes Jahr vorher pünktlich zur Eröffnung der Anmeldung am PC sitzen, denn innerhalb von 30 Minuten sind die Startplätze vergeben. Warum ein derartiger Run auf diese Triathlon Veranstaltung ist, erkennt man dann im Juni, wenn 1.500 Athleten um jeden Meter bei den einzelnen Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen kämpfen. Wenn die Zuschauer am Streckenrand jubelnd jeden Starter bis ins Ziel anfeuern, wenn erschöpfte aber glückliche „Triathleten“ im Ziel über den Verlauf des Rennens diskutieren und  bereits die nächste Teilnahme wieder planen und verkünden. Die perfekt organisierte Veranstaltung lockte natürlich auch die Athleten des OTV Endurance Team am 16.06.2019 nach Bocholt zur 32. Auflage des Aasee-Triathlons.

Vor dem Wasserstart der Mitteldistanz: Markus Althoff, Thorsten Wagener, Isabella Gurr und Oliver Zimmer

Bei bestem Kaiserwetter starteten die ersten Athleten über die Mitteldistanz bereits um 8:30 Uhr, während die Teilnehmer der Olympischen Distanz erst um 12:30 Uhr an den Start gingen. Auf der beliebten flachen Radstrecke mogelten sich in diesem Jahr keine Berge, aber der Wind, der kräftig auf den Fahrern stand, erschwerte allen Startern das Fahren. Ging es die ersten Kilometer noch mit flottem Tempo und tollem Fahrgefühl über die Bahn, so mussten die Sportler zurück umso mehr gegen den Wind und die immer dicker werdenden Beine ankämpfen.

Auf der Hauptstrecke, der Mitteldistanz über zwei Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer Laufen gingen  Thorsten Wagener, Oliver Zimmer, Markus Althoff und Martin Pyka an den Start. Sowohl für Thorsten als auch für Oliver war der Start ein letzter Härtetest vor dem bevorstehenden Ironman am 07.07.19 in Klagenfurt.

Thorsten Wagener lieferte ein starkes Rennen

Beide starteten so auch direkt aus dem Training heraus. Thorsten kam  nach 34:56 Minuten aus dem Wasser und flog mit seinem neuen Rennrad die 90 km in guten 2:40,27 ab. Beim abschließenden 20 km Lauf ließ er trotz der mittlerweile sehr warmen Temperaturen und der knallenden Sonne nichts mehr anbrennen und bewältigte die Strecke ohne Einbruch in schnellen 1:29,16. Mit seiner Endzeit von 4:49,39 und dem 5. Platz in der AK Wertung 45  zeigt sich Thorsten zuversichtlich positiv für den Ironman. Olivier Zimmer spulte souverän seine Leistungen im Wasser und auf dem Rad ab, musste aber beim Laufen das Tempo heraus nehmen. Hier machten sich die fehlenden Trainingskilometer aus dem Winter bemerkbar, da er aufgrund einer Verletzung einige Wochen nicht laufen konnte. Seine Endzeit von 5:22,45  bedeutete Rang 21 in der AK 50. Auch Markus Althoff startete ebenfalls ohne große Ambitionen, da er nach einem Unfall vor 4 Wochen gerade erst wieder mit dem Training begonnen hat. Sein Ziel war eine Standortbestimmung um die Planung der nächsten Wochen realistisch betrachten zu können. Als guter Schwimmer legte er sich hier einen soliden Grundstein für die weiteren Disziplinen. Auf dem Rad ließ zum Ende hin die Kraft nach, dafür kam Markus nach den ersten Laufkilometern gut in sein anvisiertes Lauftempo. Er war mit seiner Endzeit von 5:24,08 zufrieden. Martin Pyka absolvierte ebenfalls das letzte Rennen vor seinem Ironman-Start in Roth. Er finishte in 6:04,32 und sieht sich auf einem guten Weg nach Roth.

Siegerehrung der AK 50 Distanz OD – Sabine Dietrich wird Dritte

Ebenfalls sehr zufrieden mit ihren Leistungen waren die vier Starter über die Olympische Distanz (1.500 m Schwimmen, 40 km Rad, 10 km Laufen).  Sabine Dietrich, Jill Lanfermann und Andrea Berg hieß der vereinsinterne Einlauf der Frauen auf der Bocholter Distanz. Sabine Dietrich (AK 50) konnte wie gewohnt einen Vorsprung auf der Schwimmstrecke für sich herausholen und bis zum Ende hin halten.  Sie wurde in 2:52,44 Dritte in der AK 50. Jill Lanfermann verbesserte sich insbesondere schwimmtechnisch gegenüber dem Vorjahr und stieg 13 Minuten eher als 2018 aus dem Wasser. Auch in den beiden anderen Disziplinen überzeugte Jill und finishte in persönlicher Bestzeit auf dem Bocholter Kurs von 3:02,55, was den 5. Platz in der AK 30 bedeutete. Andrea Berg belohnte sich selbst mit einer neuen Bestzeit von 3:05,13 und wurde 9. in der AK 50.

Sebastian Mallach (AK 35) startete erstmalig in Bocholt und zeigte sich ebenfalls begeistert von der Veranstaltung. Er startete  mit der sehr guten persönlichen Schwimmzeit von knapp 30 Minuten, radelte mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 35 km/h  über die gesperrte B67 Richtung Borken erreichte nach 51 Minuten Laufzeit in 2:41,49 als Zehnter in der AK 35 freudestrahlend das Ziel.

Teilnehmer der Sprintdistanz, Ralf Schaffeld, Steffi Kania-Klinger, “Goldi” Christopher Goldau und Arne Seidel

Triathlon Neuling Christopher Goldau hielt mit seinem Sieg in der AK 20 über die Sprintdistanz (500 m Schwimmen, 20 km Rad, 5 km Laufen)  die Fahnen des Endurance Teams ganz hoch. Gleich bei seinem ersten Triathlonstart konnte er in allen drei Disziplinen seine Leistungen abrufen und finishte in schnellen 1:19,12. Arne Seidel schwamm erstmalig im Freiwasser und musste sich erst an das Gewusel beim Start und im Wasser gewöhnen.

Strahlendes Geburtstagskind Steffi Kania-Klinger

Spätestens auf der Laufstrecke war er in seinem Element und beendete seinen Triathlon in 1:23,35 und dem 8.Platz in der AK 40. Für Ralf Schaffeld beginnt der Spaß beim Triathlon erst nach der Schwimmstrecke, auf dem Rad und der Laufstrecke ist er dann aber mit sehr guten Leistungen dabei. Mit seiner Endzeit von 1:17,01 belegte er in der starken AK 50 den 8. Rang.  Ansgar Berg finishte in 1:30,12. Steffi Kania-Klinger feierte nicht nur ihren Geburtstag in Bocholt sondern auch ihre gute Leistung. Sie wurde in 1:42,57 11. in der AK 50.

Auch Aline Scholz startete bei ihrem ersten Triathlon direkt auf das Podest durch und belegte Rang 3 in sehr schnellen 1:16,39 in der AK 30 über die Volksdistanz (200 m Schwimmen, 20 km Rad und 5 km Laufen).

Nach der Veranstaltung waren sich alle einig, das sie auch im nächsten Jahr wieder in Bocholt dabei sein werden.

 

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