Wettkampfbericht

100 km Megamarsch Ruhrgebiet am 27.07.2019

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Megamarsch im Ruhrgebiet

 

Der Megamarsch- die Challenge deines Lebens wird in vielen Teilen Deutschlands ausgetragen. Innerhalb von 24 Stunden kann man die 100 Kilometer lange Strecke zurücklegen. Unterschiedliche Verpflegungsstationen gibt es alle 20 Kilometer. Für die absolvierte Leistung gibt es als Ansporn Urkunden für : 40, 60, 80, 100 km. Eine Medaille erhält derjenige Teilnehmer der die 100 km absolviert. 100 km in 24 Stunden zu Fuß durch das Ruhrgebiet, klingt erstmal interessant, spannend und herausfordernd. Einfach einmal auf einem schönen Rundkurs durch den Pott, als Industriestandort mit zahlreichen Stahltürmen hat das Ruhrgebiet seinen ganz eigenen Charme.  Start und Ziel ist der Park Am Hallo in Essen. Los ging es um 16 Uhr in Essen, über Bottrop, Oberhausen, den Landschaftspark Duisburg nach Mülheim. Von dort entlang der Ruhr bis nach Bochum und zurück nach Essen, zum Start. Als Ambitionierter Läufer dachte Thomas Müthing das sollte locker klappen. Falsch gedacht. Die ersten 40Km gingen noch recht einfach von der Hand. Als es Nacht wurde, kamen die ersten Zweifel. Thomas und seine Begleitung motivierten sich aber gegenseitig. So kamen man gegen 5 Uhr am Km 60 an. Ab hier wurde es dann richtig zäh. Die ersten 13 Stunden hinterließen ihre Spuren. Die Müdigkeit machte jetzt allen Läufern zu schaffen. Beim Thomas war es so schlimm das er bei ca. 65km, während des Laufes, einen Sekundenschlaf hatte. Er nahm 2 Gels mit Koffein und ab da ging es Berg auf. Zum Ziel hin konnte das Tempo sogar nochmals etwas gesteigert werden. Die Verpflegungsstation bei Km 80 wurde nur zum Flaschen auffüllen genutzt. Auf den letzten 20km hielt der Streckenverlauf dann noch den einen oder anderen Anstieg in der Hinterhand. Dies konnte das Team aber nicht stoppen. Nach 20:33Stunden kamen beide im Ziel erschöpft aber über glücklich an. Ohne groß drüber nachzudenken, was 100km in 24 Stunden bedeuten, meldete Lukas Köther sich  mit Arbeitskollegen für den Megamarsch im Ruhrgebiet an. Schon bei den ersten Testwanderungen musste er feststellen, dass es eine ganz schön harte Angelegenheit werden sollte. An den Start gegangen ging es dann, ohne allzu Große Erwartungen und man wollte einfach laufen, soweit es ging. Die ersten Kilometer durch Essen und über bekanntes Trainingsgelände am Kanal entlang verliefen gut und auch der erste Verpflegungspunkt am Stadion Niederrhein war bestens vorbereitet und mit ausreichend und abwechslungsreichen Snacks bestückt. Kurz nach dem zweiten Verpflegungspunkt bei KM 40 ging es in Duisburg in den Uhlenhorster Wald und die ersten Wehwehchen machten auf sich aufmerksam. Nach 10 langen Kilometern inkl. einiger Höhenmetern mitten in der Nacht war er froh, als der Wald zu Ende war und dort dann der Entschluss gefasst wurde, den Megamarsch an dieser Stelle, bei ca. 50 km nach 10,5 Stunden  abzubrechen. Er bereut es jedenfalls in keiner Weise und die Teilnahme am Megamarsch ist auf jeden Fall eine Erfahrung wert. Im Vergleich zum “Laufen” ist das dauerhafte Wandern allerdings eine komplett andere Belastung. Ein zweiter Versuch die 100km in 24 zu wandern, kommt für ihn allerdings kurzfristig nicht in Frage. Unterstützung bekamen die Megamarschteilnehmer vom OTV Endurance Team von dem Vereinskollegen Christian Fastner, der in der Nähe wohnt und die Läufer als Supporter vor Ort besuchte. Allen Teilnehmern gilt der volle Respekt für die erbrachten sportlichen Leistungen.

 

 

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